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Brunnen in Konstanz - Kunstvolle Wasserspeier mit Unterhaltungswert

Nicht nur weil Konstanz direkt am Wasser liegt verfügt die Hafenstadt über mehrere kunstvolle Brunnenanlagen, sondern auch aufgrund der zahlreichen Märkte und Handwerksviertel, welche sich hier schon seit dem Mittelalter um das Münster gruppieren. Dabei erfuhr im Laufe der Geschichte so mancher Konstanzer Born eine unterhaltsame Erweiterung.


Der Kaiserbrunnen auf der Markstätte

So überrascht es nicht, dass sich der größte aller Konstanzer Altstadtbrunnen auf der zentralen Marktstätte befindet. Hier versorgten sich nicht nur Handwerker mit frischem Wasser, sondern auch Händler und Tiere gaben sich an den Quellen des großen Kaiserbrunnens ein Stelldichein. Errichtet 1897, zeichnet sich der Kaiserbrunnen durch seinen imposanten Aufbau aus. Dieser besteht aus einer mit Nischen versehenen Steinpyramide, in welcher die vier bedeutendsten Kaiserdynastien in Form von Heinrich III. aus Franken, Friedrich Barbarossa von Hohenstaufen, Maximilian I. von Habsburg und Wilhelm I. von Preußen eingelassen sind. Fast hundert Jahre lang blieben dies die einzigen Brunnenfiguren, bis 1990 der Künstler Gernot Rumpf diese noch durch Karikatur-Büsten der vier Kaiser sowie Wasser speiende Seehasen und dreiköpfige Pfauen mit Papstkronen als Fantasiefiguren ergänzte. In Erinnerung an den 1183 zwischen Barbarossa und den oberitalienischen Städten des Lombardenbundes geschlossenen Friedensvertrag von Konstanz ziert den Kaiserbrunnen zudem eine Kopie dieser Urkunde. Ebenfalls ein Wahrzeichen am Kaiserbrunnen ist das lebensgroße Bronzepferd. Diese Skulptur ist nicht nur bei Kindern sehr beliebt, sondern sie erinnert auch daran, dass Kaiser Friedrich II. hier im Jahre 1212 während seiner Rückreise von Italien Rast machte. Da er es sehr eilig hatte in den Norden zu gelangen, wo sein Widersacher Otto besiegt werden sollte, erhielt das kaiserliche Bronzepferd acht anstatt vier Füße.


Der Konstanzer Triumphbogen oder auch der Laubebrunnen

Zwar blickt der Konstanzer Triumphbogen nicht auf eine ähnlich lange Geschichte zurück, wie beispielsweise der Arc de Triomphe in Paris oder der Titus-Bogen in Rom, doch bildet er inzwischen eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Universitätsstadt Konstanz. Im Herzen der Hauptverkehrsachese `Obere und Untere Laube´ und damit inmitten des vierspurigen Transitverkehrs gen Schweiz gelegen, nimmt der von Peter Lenk geschaffene Stadtbrunnen das hastige Verkehrsgeschehen um ihn herum und so manchen Verkehrsunfall in der Konstanzer Stadtgeschichte satirisch auf die Schippe. So tummeln sich zwischen den vier ehernen Steinsäulen gestresste Radlenker, rasende Säuglinge und hetzende Zweiradfahrer, während im Brunenbassin der freien Körperkultur ausgiebig gefrönt wird und über allem die Reliefs moderner und historischer Papamobile thronen. Ergänzt wird das bunte Treiben am Konstanzer Triumphbogen von fantasievollen Figuren, die mit Spitznamen, wie `Erdferkel mit bebrilltem Aufblick zur drallen Konstanze´, `Stoischer Affe´ oder `Respektloses Brunnenspucken´ so manche lustige Geschichte zu erzählen haben. Unter dem lichten Laubdach der Laubenbäume lässt es sich hier ruhig ein wenig beim Betrachten des imposanten Brunnenwerkes verweilen.


Der Blätzlebuebebrunnen unweit des Schnetztores

Lange war um die Idee einer Bronze gewordenen Verkörperung des Konstanzer Blätzlebuebe in Form eines Brunnens debattiert, gestritten und diskutiert worden. Doch sollte es noch von 1964 bis 1968 dauern, bis der ehrwürdige Fastnachtsbrunnen der Konstanzer Blätzlezunft feierlich enthüllt werden konnte. Denn zunächst mussten Spenden für den Brunnenbau gesammelt, dann ein Entwurf ausgewählt und schließlich auch noch der passende Standort für dieses wichtige Kulturdenkmal gefunden werden. Bestehend aus insgesamt 6.800 Kupferblätzle und auf einem Gestänge aus Eisen angebracht, bildet der Blätzlebueb zusammen mit seinem kleineren Pendant die imposante Hauptfigur des Narrenbrunnens von Konstanz. Ihm sitzt der Konstanzer Hemdglonkler ergänzend zu Füßen. Obwohl der Platz zur feierlichen Brunneneinweihung am Schmutzigen Dunschtig 1968 zum neuen `Blätzeplatz´ ernannt wurde und auch durch ein emailliertes Schild entsprechend markiert wurde, konnte sich die neue Standortbezeichnung nicht durchsetzen, sodass der Blätzlebrunnen heute `irgendwo´ zwischen Schnetztor und Augistinerplatz der Entdeckung harrt.


Der Fastnachtsbrunnen auf der Wessenbergstraße

An der Ecke Wessenberg und Zollernstraße erhebt sich ein weiterer markanter Born der Stadt Konstanz und erinnert auch hier, im Schatten der Stephanskirche, an das lebendige Fastnachtsbrauchtum der Bodenseestadt. Seine Errichtung geht übrigens auf das jahrzehntelange Engagement des Konstanzer Bürgers Karl Steuer zurück, dem der Konstanzer Fastnachtsbrunnen auch gewidmet ist. Als verbindendes Element zwischen Bodensee, Brunnen und Konstanzer Fastnachtstradition hat der Fastnachtsbrunnen das Wasser zum Thema. Dieses fließt hier aus den Nasenflügeln der Karl-Steuer-Figur und sammelt sich in der rechten Brunnenschale. Gleichzeitig verkündet Karl Steuer:


„S' Wasser wo kunt us em See, me kas au drinke!“
(Das Wasser, das aus dem See kommt, kann man auch trinken!)

Wer die hohe Wasserqualität des smaragdgrünen und stets sehr klaren Bodenseewassers kennt, wird dies nicht bezweifeln.